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Corona-Virus

Corona-Virus

Nachgehende Vorsorge und Corona-Virus-Pandemie

Wir möchten Sie über den aktuellen Sachstand zur Durchführbarkeit der nachgehenden Vorsorge während der Corona-Pandemie informieren.

Nach einer aktuellen Empfehlung des Verbands der Deutschen Betriebs- und Werksärzte (VDBW) sollen während der derzeitigen Corona-Pandemie die arbeitsmedizinischen Vorsorgen reduziert oder verschoben werden.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat dazu folgende Anmerkung veröffentlicht: "Für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) gelten im Pandemiefall dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie für jede Arztpraxis; diese ergeben sich aus dem Pandemieplan und Anordnungen des Bundes und der Länder. Als pragmatische Lösung könnten in der Notsituation arbeitsmedizinische Vorsorgen auch telefonisch durchgeführt werden. Denn bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge steht die Beratung im Vordergrund." (Quelle: BMAS, Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Corona-Virus).

Wenn Sie uns in der Einwilligungserklärung mitgeteilt haben, dass Sie mit der Durchführung der nachgehenden Vorsorge einverstanden sind, stellen wir den Ärztinnen und Ärzten bis auf weiteres die Aufträge zur Verfügung.

  1. Für die nachgehende Vorsorge per Telefon (gilt nicht im erweiterten Vorsorgeangebot mittels jährlicher LD-HRCT-Untersuchung) weisen wir auf folgendes hin:

    Entsprechend der Veröffentlichung des BMAS sind die Ärztinnen und Ärzte bei der Abwicklung der laufenden Aufträge zur nachgehenden Vorsorge angehalten, in geeigneten Fällen grundsätzlich nur eine telefonische Vorsorge durchzuführen.

    Persönliche Vorstellungen und/oder Untersuchungen kommen nur im dringenden Ausnahmefall in Betracht, z. B. wenn sich im Telefonkontakt nach ärztlicher Einschätzung ein akuter bzw. kurzfristiger Handlungsbedarf ergeben sollte. Auch im Ausnahmefall ist sorgfältig abzuwägen, ob der persönliche Kontakt, das Aufsuchen von Untersuchungsräumen und/oder die Durchführung von Untersuchungen mit dem Risiko einer Infektion für Sie und das ärztliche Personal vereinbar ist. Bitte lassen Sie sich deshalb von den einladenden Ärztinnen und Ärzten telefonisch beraten, bevor Sie in diesem Punkt eine Entscheidung treffen.

  2. Für das erweiterte Vorsorgeangebot mittels jährlicher LD-HRCT-Untersuchung gilt Folgendes:

    Im Hinblick auf die aktuelle Situation (Stand 31.03.2020) sollen ärztliche Beratungsgespräche im erweiterten Vorsorgeangebot und nachfolgende radiologische Untersuchungen (LD-HRCT) derzeit zurückgestellt werden. Die Ärztinnen und Ärzte werden die Beratungsgespräche schnellstmöglich nachholen, sobald die Pandemie-Situation dies für die Patienten und die die Untersuchung durchführenden Ärztinnen und Ärzte und deren Praxispersonal ohne ein zusätzliches Gesundheitsrisiko zulässt. Der von uns erteilte Auftrag im Rahmen der erweiterten Vorsorge ruht solange. In dringenden Fällen nehmen Sie bitte mit der Ärztin oder dem Arzt, die/der mit der erweiterten Vorsorge beauftragt ist, telefonisch Kontakt auf. Gerne können Sie sich auch an Ihre persönliche Sachbearbeiterin bzw. Ihren persönlichen Sachbearbeiter in der GVS wenden.

    Soweit das ärztliche Beratungsgespräch im erweiterten Vorsorgeangebot bereits stattgefunden hat, werden die Ärztinnen und Ärzte danach unterscheiden, ob

    a) die radiologische Untersuchung bereits erfolgte:
    Bereits vorliegende Untersuchungsergebnisse können wie üblich verwendet werden. Eine medizinisch angezeigte weiterführende diagnostische Abklärung wird ggf. in Abstimmung mit Ihnen veranlasst. In diesem Fall wird auch geprüft, ob und ggf. inwieweit Ihre betreuende (Haus-)Ärztin bzw. Ihr betreuender (Haus-)Arzt eingebunden werden kann.

    b) die radiologische Untersuchung noch nicht erfolgt ist:
    Die beauftragte Radiologie wird von der überweisenden ärztlichen Vorsorgestelle darüber informiert, dass der Untersuchungsauftrag bis auf weiteres ruht. Sobald die Pandemie-Situation eine Bildgebung für die Beteiligten (versicherte Person und radiologische Einrichtung) ohne ein zusätzliches gesundheitliches Risiko ermöglicht, wird die Ärztin bzw. der Arzt den Untersuchungsauftrag wiederaufleben lassen. Sie erhalten anschließend eine Einladung bzw. einen Termin von der beauftragten Radiologie.

    c) lediglich noch die Bekanntgabe des Untersuchungsbefundes aussteht:
    Die Ärztinnen und Ärzte sind darüber informiert, in welchen Fällen die Bekanntgabe ausnahmsweise telefonisch erfolgen kann. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Ihre betreuende (Haus-)Ärztin bzw. Ihren betreuenden (Haus-)Arzt in die Befundmitteilung einzubeziehen.

Wichtiger Hinweis: Bitte fordern Sie bei den ärztlichen Vorsorgestellen nur Untersuchungsbefunde (schriftlich, per E-Mail oder telefonisch) an, die Ihnen von den beauftragten Ärztinnen bzw. Ärzten bereits in einem telefonischen oder persönlichen Beratungsgespräch bekanntgegeben wurden!

Weitere Fallkonstellationen sind denkbar. Bitte nehmen Sie im Zweifel telefonisch mit uns Kontakt auf, wir beraten Sie gern.

Vielen Dank für Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!

Ihr GVS-Team

Augsburg, 31.03.2020

Im Vorsorge-Portal der GVS finden Sie auf der Startseite aktuelle Informationen und Hinweise zur Durchführbarkeit der nachgehenden Vorsorge während der Corona-Pandemie.

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